Herbstkonzert 2018

Wie klingt Frankreich im 19. Jahrhundert? Wie klingt Spanien? Wie klingt Amerika?

Diesen Fragen gehen wir am 12.11.2018 in der Neuen Stadthalle Langen unter der Leitung unseres Dirigenten Colin Touchin auf den Grund. Bei der Beantwortung helfen uns die Werke dreier großartiger Komponisten unterschiedlichster Epochen und Herkunft. Neben einer musikalischen Amuse-Oreille können Sie sich besonders auf unsere Solistin Michaela Rozmarová an der Gitarre freuen. Außerdem wird es eine besondere Gewinnerzugabe geben, mit deren Komponist und Stück wir Sie überraschen dürfen.

 

Dirigent: Colin Touchin

Solistin Michaela Rozmarová, Gitarre

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch,

Ihr Lufthansa Orchester

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Konzertprogramm

Claude Debussy

Petite Suite für Orchester

Joaquín Rodrigo

Concierto de Aranjuez für Gitarre und Orchester

– Pause –

Antonin Dvorak

9. Sinfonie e-Moll op.95 “Aus der neuen Welt”

Konzertinformationen

Datum

Montag, 12. November 2018

Einlass

18:00 Uhr

Konzertbeginn

19:00 Uhr

Ort

Neue Stadthalle Langen

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Weitere Informationen zu den Stücken und Komponisten

Claude Debussy (* 22. August 1862 in Saint-Germain-en-Laye; † 25. März 1918 in Paris) schrieb die Petit Suite als ein Klavierwerk  zu vier Händen. Die 4 Sätze sind durch unterschiedliche Rhythmen geprägt, man fühlt sich ins  Frankreich des 19. Jahrhundert zurück versetzt, wo die Musik fast ausschliesslich darauf ausgerichtet war, Vergnügen zu bereiten. Man kann sich vorstellen, wie zu der Petit Suite an den Höfen getanzt wurde. Wir präsentieren die Petit Suite als Orchester-Version.

 

Joaquin Rodrigo (* 22. November 1901 in Sagunt, Valencia; † 6. Juli 1999 in Madrid) zeigt mit dem  Gitarrenkonzert de Aranjuez, wie facettenreich der Klang einer Gitarre sein kann. Einmal sehr rhythmisch geschlagen, dann wieder gefühllvoll gezupft. Rodrigo orientierte sich sehr an der spanischen Folkore und baute in seine Kompositionen viele tänzerische Elemente ein. Der langsame Satz des Concierto de Aranjuez gehört  zu den populärsten Musikstücken des 20. Jahrhunderts. Rodrigo gilt als bedeutendster spanischer Komponist seiner Generation. “Eine Musik, die flatternd bewegt ist wie ein Schmetterling”, habe ihm als Bild zu dieser Komposition vorgeschwebt. Damals, 1939, sei es dringend nötig gewesen, das Volk an seine große Kultur zu erinnern. Es gibt kaum Filmberichte über Spanien, welche sich nicht dieses Stückes bedienen, wenn sie kulturelle Bauten wie die Alhambra zeigen oder das Ferienschloß Aranjuez, denn jeder ist überzeugt,so klingt Spanien. Michaela Rozmanova wird bei unserem Konzert an der Gitarre zu hören sein.

 

Antonin Dvorak (* 8. September 1841 in Nelahozeves; † 1. Mai 1904 in Prag) zeichnet mit seiner 9. Sinfonie “Aus der neuen Welt” ein musikalisches Bild vom kulturellen Melting Pot Amerika. Er hielt sich dort 3 Jahre auf und studierte alte indianische Melodien und die Musik der Sklaven in den Südstaaten und liess diese Eindrücke in seine Komposition einfliessen. Dvorak nimmt den Zuhörer während der vier Sätze mit auf die Reise durch ein ganzes Land und zeigt, wie Amerika klingt.„Ich studierte sorgfältig eine gewisse Zahl Indianischer Melodien, die mir ein Freund gab, und wurde gänzlich durchtränkt von ihren Eigenschaften – vielmehr ihrem Geiste. Diesen Geist habe ich in meiner neuen Sinfonie zu reproduzieren versucht, ohne die Melodien tatsächlich zu verwenden. Ich habe schlichtweg originäre Themen geschrieben, welche die Eigenheiten der Indianischen Musik verkörpern, und mit den Mitteln moderner Rhythmen, Harmonie, Kontrapunkt und orchestraler Farbe entwickelt.” In diesem Werk sind natürlich auch die Einflüsse der Einwanderer deutlich zu erkennen.