Gewagt – und gewonnen

Lufthansa Orchester, Lufthansa Konzertchor und Spires Philharmonic Chorus brillieren mit Brahms‘ Requiem in Frankfurt

Kaum waren die letzten Takte von Brahms´ Requiem in der Frankfurter Heiliggeistkirche am letzten Montag verklungen, blieb es still. Kein Atemzug war zu hören, kein Rascheln, kein Hüsteln. Erst als Dirigent Colin Touchin langsam die Hände senkte, brandete begeisterter Applaus der rund 500 Zuhörer auf.

Nach der gelungenen Premiere des ersten gemeinsamen Auftritts des Lufthansa Konzertchores mit dem Lufthansa Orchester im Herbst 2016, hatten sich beide Ensembles nun zum zweiten Mal gemeinsam auf das Konzertpodium gestellt. Unterstützt wurden sie dabei vom Spires Philharmonic Chorus aus dem englischen Coventry. Das geistliche Werk – Brahms´ „Ein deutsches Requiem“ – war ein Wagnis, aber am Ende des Abends hatten Lufthansa Orchester, Lufthansa Konzertchor und die Gäste aus England, gewonnen und sich bravourös in die Herzen der Zuhörer gespielt und gesungen.

“Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden” – dieser Leitsatz aus der Bergpredigt stand als Überschrift über diesem außergewöhnlichen Werk mit seinen sieben Sätzen, das 1868 im Bremer Dom uraufgeführt wurde. Es gilt der Verstorbenen zu gedenken und den Lebenden Trost zu spenden.

 

Mit Katharina Konradi hatte die Preisträgerin des Deutschen Musikwettbewerbs 2016 den Solopart des Soprans übernommen und überzeugte mit glockenklarer Stimme. Den tiefen Solopart sang der überregional etablierte und routinierte Bassbariton Thomas Herberich. Auch er beeindruckte das Publikum mit seiner gekonnten Interpretation.

Nicht unerwähnt bleiben soll die im ersten Teil des Konzerts stimmungsvoll interpretierten „Variationen über ein Thema von Haydn“, ebenfalls von Johannes Brahms.

Redaktion: Steffen Milchsack, Corporate Responsibility & Events, Deutsche Lufthansa AG
Fotos: Oliver Rösler